Archiv für den Tag: Februar 3, 2017

Schreibtipps von berhmten Autoren

Es gibt sehr viele Autoren, die es aufgrund ihrer Fähigkeit, uns mit ihrer Sprache und ihren Worten zu packen und eigene Welten in unserer Vorstellung zu erschaffen, zu weltweitem Ruhm gebracht haben. Für all jene, die selbst diesen Weg beschreiten wollen, lohnt es daher genau hinzuschauen, wenn diese schriftstellerischen Berühmtheiten Tipps zum Schreiben selbst geben. Sicherlich sind diese Tipps teilweise so individuell und subjektiv geprägt, wie die Autoren, die sie geben. Aber wer weiß? Hinter einer dieser Einsichten könnte sich der entscheidende Hinweis verstecken, den Sie benötigen, um Ihren eigenen Stil zu finden und zu bahnbrechendem Erfolg zu gelangen!

Hier finden Sie eine kleine, aber feine Auswahl aus den zahlreichen Weisheiten der großen Erzähler der letzten Dekaden:

1. „Ein Buch zu schreiben ist ein grauenvoller, kräftezehrender Kampf, wie eine lange Boxrunde mit einer schmerzhaften Krankheit. Man würde so ein Unterfangen niemals angehen, wenn man nicht von irgend einem Dämon angetrieben würde, dem man weder widerstehen könnte noch ihn verstehen würde.“ (George Orwell, Autor von „1984“)

Ein entscheidender Hinweis, den man als Neuling nicht unterschätzen sollte: Schreiben verlangt Leidenschaft, die Fähigkeit, sich mit seinem Schaffen vollkommen zu identifizieren und auch Durststrecken zu überstehen, in denen die Buchstaben nicht wie von Zauberhand ganz allein aus der Feder fließen.

2. „Wenn es ein Buch gibt, das man gerne lesen möchte, das aber noch nicht geschrieben worden ist, so muss man es selbst schreiben.“ (Toni Morrison, Autorin von „Solomons Lied“)

Liest man viel, denkt man sich häufig: Warum hat diese Geschichte nicht eine andere Wendung genommen? Warum wird jene Romanfigur nur am Rand beleuchtet? Warum wird die Geschichte nicht breiter erzählt? Reichhaltige Lektüre führt im besten Fall zu neuen und ungeahnten Ideen, zu geistigen Alternativen oder ausgefallenen Experimenten, die nur auf eine Umsetzung warten und Ihnen womöglich zum schriftstellerischen Durchbruch verhelfen.

3. „Für mich liegt die größte Lust am Schreiben nicht in der Handlung, sondern in der inneren Musik, die Worte verursachen.“ (Truman Capote, Autor von „Frühstück bei Tiffany“)

Die Handlung, also der Plot eines Romans, kann noch so innovativ oder gerissen sein. Das bringt alles nichts, wenn man nicht dem Klang der Worte folgt, nicht um ihre lautliche Wirkung weiß. Es hilft, beim Lesen verschiedener Romane auf die Wortwahl der Autoren zu achten, sich für die fließenden, abgehackten oder in Wellen dahinbrechenden Sätze zu sensibilisieren. Das Studium der großen und erfolgreichen Autoren hilft dabei, sein eigenes Talent auszubauen – das wussten schon die antiken Schriftsteller, deren Klassiker heute noch gelesen werden.

4. „Keine Tränen beim Schreiber, keine Tränen beim Leser. Keine Überraschung beim Schreiber, keine Überraschung beim Leser.“ (Robert Frost, Dichter)

Dieser Tipp appelliert an den Autor, etwas zu erschaffen, das ihn selbst bewegt, über ein Thema zu schreiben, das ihn berührt. Logik und Berechnung sind unentbehrlich, um eine Geschichte zu einem guten Ende zu führen. Doch der Leser muss ergriffen werden, von den Schicksalen der Figuren und den unberechenbaren Wendungen der Handlung gleichermaßen.

Finden Sie Ihren eigenen Schreibstil, indem Sie die Geschichten zum Leben erwecken, die in Ihrer Fantasie stecken, und das auf eine packende Art und Weise, also so, wie nur Sie es können. Lesen Sie die Werke möglichst vieler Autoren und übernehmen Sie davon, was Ihnen am meisten zusagt. Und das Wichtigste: Lassen Sie sich nicht von Fehlschlägen entmutigen! Es erfordert nicht nur Talent, sondern auch wahre Leidenschaft, ein unbändiges Durchhaltevermögen und den Willen, sich Neues anzueignen, um zu schriftstellerischem Erfolg zu gelangen.